Krankheitsbilder, Neuigkeiten, Informationen und mehr

29. Nov, 2021

WAS BEDEUTET ARTHROSE/ARTHRITIS/RHEUMA?

Im Volksmund wird mit dem Sammelbegriff „Rheuma“ eine Vielzahl von Krankheiten bezeichnet, die mit Schmerzen im Bewegungsapparat, also den Gelenken, Knochen, Sehnen und Muskeln, einhergehen.

WIE ENTSTEHT ARTHROSE/ARTHRITIS/RHEUMA?

Diese Krankheiten kann man in vier große Gruppen unterteilen:

  • Erkrankungen der Gelenke, die durch Verschleiß und Abnutzung (Arthrose) verursachte werden

  • Erkrankungen der Gelenke, die durch Entzündungen (Arthritis) verursacht werden z. B. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew

  • Erkrankungen der so genannten Weichteile, wie Sehnen oder Muskeln (Weichteilrheuma)

  • Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen, z. B. Osteoporose

WELCHE KRANKHEITSZEICHEN GIBT ES?

Die Krankheitszeichen (Symptome) gehen einher mit:

  • fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen an den Gelenken

  • Morgensteifigkeit

  • Bewegungseinschränkungen bis hin zur Versteifung

  • Fehlstellungen

Es können noch weitere Symptome an anderen Körperteilen auftreten, die an dieser Stelle nicht beschrieben werden.

WELCHE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN GIBT ES?

Zur genauen Abklärung, ob und welche Erkrankung vorliegt, ist es notwendig, zunächst einen Arzt/eine Ärztin aufzusuchen.

Nach umfangreichen Untersuchungen (Diagnostik) wird die Behandlung (Therapie) je nach Ergebnis (Befund) eingeleitet:

1. Behandlung der verursachenden Krankheit

2. Behandlung der Schmerzen (symptomatisch)

3. Bewegungsförderung, die fast immer wegen der Schmerzen vermieden wird, aber den Verlauf und die Beschwerden langfristig günstig beeinflusst

4. Physiotherapie, da Übungen dabei helfen, dass die Gelenkbeweglichkeit gefördert und die Muskulatur aufgebaut wird

WEITERE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Sehr hilfreich ist auch eine physikalische Therapie, also der Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Hierbei wissen die Betroffenen oft selbst am besten, was ihnen guttut. Achtung: Ein Sauna-Besuch ist nicht geeignet.

Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt oder, wenn dies nicht möglich ist, zum Beispiel versteift werden.



Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Günstig bei Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma ist eine fleischarme Kost, da in Wurst und Fleisch viel der entzündungsfördernden Arachidonsäure steckt.

Eine zusätzliche Behandlung mit einer umfangreichen Ergotherapie ist sinnvoll, da durch die Funktionseinbußen entsprechende Hilfsmittel verordnet und deren Handhabung geübt werden kann.

Quelle: AOK Pflege Akademie der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke
Teltower Damm 35
14169 Berlin
Tel.: 0800 265080-28145
Web: www.pflegeakademie.aok.de

6. Jul, 2021

Ich wünsche allen einen Urlaub voller Abenteuer und Spaß, voller Lust und guter Laune!  Zurücklehnen, entspannen, die Sonne genießen sowie den einen oder anderen Cocktail ist nun angesagt. Kurz gesagt: Ich wünsche einen besonders schönen Urlaub! Das ganze Jahr wurde hart gearbeitet und somit ist diese Urlaubauszeit verdient!

14. Mai, 2021

Eine Anleitung zur Selbstbehandlung ist nicht nur in Kombination mit der "Dynamischen Komoressionstherapie" hilfreich und nützlich, sondern auch zur Verbesserung des Lymphabflusses sehr zu empfehlen! Sie richtet sich an Patient*innen mit chronischem Lymphödem - für eine "Zwischendaurchbehandlung".

Drei einfache Maßnahmen zur Verbesserung des Lymphabflusses:

  • Freimachen der zentralen Abflusswege
  • entstauende Atemübungen
  • Entstauungsgymnastik

Diese sind nicht nur mit der "Dynamischen Kompressionstherrapie" gut kombinierbar und hilfreich, sondern auch als Selbstbehandlung sehr zu empfehlen!

- Freimachen der zentralen Ablusswege   

Bequem und entspannt auf den Rücken legen und Finger möglichst flach an die Schlüsselbeine legen. Verschieben Sie die Haut kreisförmig. Die Kreise sollen so groß sein, wie die Verschiebbarkeit der Haut es zulässt. Eine Kreisbewegung soll etwa eine Sekunde dauern (zählen Sie „einundzwanzig“) - Wiederholen Sie diese Übung Fünfmal. Wichtig dabei: Drücken Sie nicht und streichen Sie nicht über die Haut!

Machen dann Sie dasselbe seitlich am Hals unterhalb der Ohrläppchen.
Wiederholen Sie die Übung fünfmal.

Wichtig dabei:
Drücken Sie nicht und streichen Sie nicht über die Haut.

Danach verschieben Sie mit der flachen Hand die Bauchhaut seitlich des Nabels kreisförmig so weit wie möglich. Ebenfalls im Sekundentakt und insgesamt fünfmal.
Machen Sie das anschließend mit der anderen Hand auf der anderen Seite des Nabels.

Behandeln Sie zum Abschluss die Lymphknoten in der Leiste mit beiden Händen in gleicher Weise (5 x 1 Sekunde)

- Entstauende Atemübungen

Diese sollten Sie unmittelbar vor und nach dem Freimachen der zentralen Abflusswege machen, können aber auch beim Bettgehen, tagsüber und nach dem Aufwachen ganz einfach und doch nutzbringend durchgeführt werden.

  1. Legen Sie beide Hände übereinander auf den Bauch.

  2. Atmen Sie langsam tief durch die Nase ein. Atmen Sie dann durch den Mund kräftig aus und schließen dabei die Lippen locker, dass sie zu Flattern beginnen ("Lippenbremse"). Kinder machen das, wenn sie "Autofahren" spielen. Mit etwas Übung gelingt das ganz leicht, besonders wenn die Lippen feucht sind.

  3. Wiederholen Sie die Übung immer wieder etwa ein bis zwei Minuten lang.

    Wichtig: Strengen Sie sich dabei nicht an. Atmen Sie nicht zu schnell und zu tief (Hyperventilation), sonst könnte Ihnen schwindlig werden.

-Entstauungsgymnastik

Bitte tragen Sie dabei Ihre Kompressions-Versorgung!

  1. Aufrecht stehend die Schulten vor und zurück kreisen, heben senken, vor- und zurückschieben. Dann die ausgestreckten Arme heben und senken und in alle Richtungen kreisen.

  2. Hände an den Nacken und die Ellenbogen bewegen. Hände in die Hüfte und die Ellenbogen bewegen. Arme anwinkeln und Ellenbogen zusammenbringen. Oberarme am Rumpf anlegen und Unterarme in alle möglichen Richtungen bewegen (auch "Scheibenwischer"). Arme heben, Unterarme hin- und herdrehen und mit den Händen Greifbewegungen machen.

  3. Anschließend flach hinlegen. Becken heben und senken. Mit den Beinen "Fahrradfahren". Beide Beine anwinkeln und strecken (mit Armen abstützen). Beine abwechselnd heben und kreisen. Gestreckte Beine nach innen und außen drehen. Fersen abwechselnd zum anderen Knie bewegen. Fersen beugen und strecken.

  4. Danach in Seitenlage gestrecktes Bein heben und senken, dann Seite wechseln. Anschließend im Sitzen die Knie abwechselnd heben und senken. Ein Knie heben und Unterschenkel beugen und strecken, dann das andere Knie. Zehen kräftig heben, danach die Fersen, mehrmals wiederholen. Danach im Stehen mehrmals halb in die Hocke gehen. Auf Zehen stellen, Fersen heben, danach umgekehrt. "Marschieren" auf der Stelle.

Wichtig: Immer auf sicheren Stand achten, Hinfallen vermeiden! Überanstrengen Sie sich nicht. Lassen Sie Ihre Fantasie walten und kombinieren Sie die Übungen etwa mit einem Ball oder Gummiband. Wenn Sie wandern, am besten mit Walkingstöcken. Aber immer mit Ihrer Kompressions-Versorgung!

26. Nov, 2020

.....aber auch das geht vorbei.

Aber, aller schlimmen Vor- und Rückblicke über diverse Auswirkungen der Pandemie, des Lockdowns, der angedachten Impfungen u.v.a.m. zum Trotz, überraschender weise, ziehe ich eine positive Bilanz 2020!

Angefangen Jänner - ein wunderbarer Beginn, eine Woche Venedig. Danach, eine recht erfolgreiche WKÖ-Wahl und danach der Lockdown #1. In diesem ersten behördlich angeordneten Hausarrest konnte ich endlich meine Ideen über Kurse zu Papier bringen, diese Konzepte strukturieren und konkret anfangen. Dann eine arbeitsintensive Phase welche darin mündete, dass ich für die nächsten 5 Jahre tatsächlich Mandatar in der Bundesinnung der Masseure sein werde.

Nun, Lockdown #2 gleitet nahtlos in einen 3-wöchige Rehabilitationsaufenthalt über, welcher wiederum in die Weihnachtsfeiertage mündet.

Ein einziger, ziemlich großer Wehrmutstropfen in diesem Resumee ist, dass all meine schon sehr weit fortgeschrittenen Pläne über Kurse und Vorträge auf Malta um mindestens ein Jahr verschieben musste.

Somit, möge 2021 weniger CoVid und mehr positive Kraft beinhalten!

 

7. Nov, 2020

Wenn der Arm nach einer Brustkrebsoperation anschwillt und sich schwer anfühlt, Bewegungen schmerzen und die Kleidung plötzlich zu eng ist, kann das für ein Lymphödem sprechen. Entscheidend ist, es früh zu erkennen und schnell etwas gegen die Schwellung zu unternehmen. Denn mit der Zeit können sich die Beschwerden verstärken. Darauf macht der Hersteller von Kompressionsversorgungen JOBST® anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober aufmerksam.

Bei einer Brustkrebsoperation ist es in der Regel nötig, von Krebs betroffene Lymphknoten zu entfernen. Damit soll eine Streuung der Krebszellen verhindert werden. Mittlerweile ist es üblich, nur noch den sogenannten Wächterlymphknoten unter der Achsel zu entfernen und im Labor auf Metastasen zu untersuchen. Ist er nicht befallen, müssen keine weiteren Lymphknoten entnommen werden. Durch den Eingriff kann es zu einer Unterbrechung des Lymphflusses kommen. Auch eine im Anschluss durchgeführte Strahlentherapie kann negative Auswirkungen auf den Lymphfluss haben.

Unmittelbar nach der Brustkrebsoperation kommt es daher relativ häufig zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, die Schwellungen verursacht. Das sogenannte Lymphödem entsteht am häufigsten im Arm, manchmal aber auch zusätzlich an der Hand oder im Bereich der Brust. Meist ist es nur schwach ausgeprägt und bildet sich nach einigen Wochen oder Monaten von alleine wieder zurück. Sobald die Schwellungen wiederkehren oder über einen längeren Zeitraum anhalten, besteht jedoch Handlungsbedarf. In vielen Fällen tritt ein Lymphödem auch noch Monate oder Jahre nach einer Brustkrebsoperation auf.

"Die Häufigkeit eines Arm-Lymphödems hängt stark von der durchgeführten Therapie ab. Sie ist höher, je mehr Lymphknoten entfernt und wenn Lymphabflusswege bestrahlt wurden", erklärt die Ärztin und Lymphexpertin Dr. Barbara Netopil. Die Häufigkeit schwanke zwischen 2,5 Prozent bei der Entfernung des Wächterlymphknotens und rund 25 Prozent, wenn deutlich mehr als 12 Lymphknoten entfernt werden.

Lymphödem erkennen und behandeln

Das Lymphödem entwickelt sich stufenweise. Anfangs fühlt sich die Schwellung weich an und verschwindet wieder, wenn der Arm hochgelegt oder leicht massiert wird. Wenn man mit dem Finger auf die Haut drückt, bleibt eine Delle zurück. Manche Frauen bemerken das Lymphödem in diesem Stadium gar nicht, da der Arm nur ungefähr einen Zentimeter dicker ist als normal. Wird das Lymphödem nicht behandelt, wird aus der weichen eine harte Schwellung. Die Haut fühlt sich straff an und beginnt zu schmerzen. Häufig zeigen sich auch deutliche Einschränkungen in der Beweglichkeit. Die Schwellung ist hart und lässt sich nicht mehr mit dem Finger eindrücken. Auch das Hochlegen bringt keine Erleichterung mehr. Kleidung und Schmuck sitzen zu eng und sind unbequem.

"Ein Lymphödem im Bereich des Arms zeigt sich durch ein Spannungsgefühl nach Belastungen und eine Zunahme des Umfangs gegenüber dem gesunden Arm", so Dr. Barbara Netopil. Im Bereich der Brust könne das Ödem auch Schmerzen verursachen und mache sich durch eine Zunahme des Brustvolumens bemerkbar. In jedem Fall zeige sich eine Hautfaltenverdickung. "Betroffene sollten bei diesen Beschwerden ihren Arzt ansprechen, aber auch, wenn beispielsweise eine Entzündung mit Rötung und Fieber am Arm oder der Brust entsteht", rät die Lymphexpertin. Jetzt nicht zur Nachsorge zu gehen, aus Angst sich mit dem Corona-Virus anzustecken, könne ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. "Niemand muss Angst haben, zum Arzt zu gehen", so Dr. Barbara Netopil.

Nach einer Brustkrebsoperation kann ein Lymphödem von der für die Nachsorge zuständigen Ärzten sehr leicht diagnostiziert werden. Die einfachste Methode ist, den Armumfang zu messen. Bildgebende Verfahren, wie beispielsweise ein Ultraschall, können die Anamnese bestätigen. Ist das Lymphödem erkannt, kann sofort mit der Therapie begonnen werden. Sie besteht meistens aus mehreren Elementen: Kompressionstherapie, Lymphdrainage, Bewegungsübungen und Hautpflege. Die besten Erfolge lassen sich durch eine Kombination aller Behandlungselemente erreichen. So lässt sich das Lymphödem verkleinern und die Beschwerden lindern.

In der Brustkrebsnachsorge ist es bei einem Lymphödem besonders wichtig, dass das Kompressionsprodukt tagsüber getragen wird. "Eine Kompressionsversorgung am Arm sollte immer flachgestrickt sein. Sie sollte das Ödem voll umfassen. Zudem empfehlen sich schräge Abschlüsse am Oberarm und - falls eine Schwellung der Hand auftritt - auch ein zusätzlicher Handschuh", erklärt Dr. Barbara Netopil. Bei der Behandlung haben sich maßangefertigte Kompressionsversorgungen von JOBST® bewährt. Dank des luftdurchlässigen und atmungsaktiven Gestricks tragen sich die Produkte angenehm auf der Haut. Sie helfen, die Staubildung zu reduzieren und das Fortschreiten des Lymphödems zu verhindern.

Pressekontakt:

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