Krankheitsbilder, Neuigkeiten, Informationen und mehr

26. Nov, 2020

.....aber auch das geht vorbei.

Aber, aller schlimmen Vor- und Rückblicke über diverse Auswirkungen der Pandemie, des Lockdowns, der angedachten Impfungen u.v.a.m. zum Trotz, überraschender weise, ziehe ich eine positive Bilanz 2020!

Angefangen Jänner - ein wunderbarer Beginn, eine Woche Venedig. Danach, eine recht erfolgreiche WKÖ-Wahl und danach der Lockdown #1. In diesem ersten behördlich angeordneten Hausarrest konnte ich endlich meine Ideen über Kurse zu Papier bringen, diese Konzepte strukturieren und konkret anfangen. Dann eine arbeitsintensive Phase welche darin mündete, dass ich für die nächsten 5 Jahre tatsächlich Mandatar in der Bundesinnung der Masseure sein werde.

Nun, Lockdown #2 gleitet nahtlos in einen 3-wöchige Rehabilitationsaufenthalt über, welcher wiederum in die Weihnachtsfeiertage mündet.

Ein einziger, ziemlich großer Wehrmutstropfen in diesem Resumee ist, dass all meine schon sehr weit fortgeschrittenen Pläne über Kurse und Vorträge auf Malta um mindestens ein Jahr verschieben musste.

Somit, möge 2021 weniger CoVid und mehr positive Kraft beinhalten!

 

7. Nov, 2020

Wenn der Arm nach einer Brustkrebsoperation anschwillt und sich schwer anfühlt, Bewegungen schmerzen und die Kleidung plötzlich zu eng ist, kann das für ein Lymphödem sprechen. Entscheidend ist, es früh zu erkennen und schnell etwas gegen die Schwellung zu unternehmen. Denn mit der Zeit können sich die Beschwerden verstärken. Darauf macht der Hersteller von Kompressionsversorgungen JOBST® anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober aufmerksam.

Bei einer Brustkrebsoperation ist es in der Regel nötig, von Krebs betroffene Lymphknoten zu entfernen. Damit soll eine Streuung der Krebszellen verhindert werden. Mittlerweile ist es üblich, nur noch den sogenannten Wächterlymphknoten unter der Achsel zu entfernen und im Labor auf Metastasen zu untersuchen. Ist er nicht befallen, müssen keine weiteren Lymphknoten entnommen werden. Durch den Eingriff kann es zu einer Unterbrechung des Lymphflusses kommen. Auch eine im Anschluss durchgeführte Strahlentherapie kann negative Auswirkungen auf den Lymphfluss haben.

Unmittelbar nach der Brustkrebsoperation kommt es daher relativ häufig zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, die Schwellungen verursacht. Das sogenannte Lymphödem entsteht am häufigsten im Arm, manchmal aber auch zusätzlich an der Hand oder im Bereich der Brust. Meist ist es nur schwach ausgeprägt und bildet sich nach einigen Wochen oder Monaten von alleine wieder zurück. Sobald die Schwellungen wiederkehren oder über einen längeren Zeitraum anhalten, besteht jedoch Handlungsbedarf. In vielen Fällen tritt ein Lymphödem auch noch Monate oder Jahre nach einer Brustkrebsoperation auf.

"Die Häufigkeit eines Arm-Lymphödems hängt stark von der durchgeführten Therapie ab. Sie ist höher, je mehr Lymphknoten entfernt und wenn Lymphabflusswege bestrahlt wurden", erklärt die Ärztin und Lymphexpertin Dr. Barbara Netopil. Die Häufigkeit schwanke zwischen 2,5 Prozent bei der Entfernung des Wächterlymphknotens und rund 25 Prozent, wenn deutlich mehr als 12 Lymphknoten entfernt werden.

Lymphödem erkennen und behandeln

Das Lymphödem entwickelt sich stufenweise. Anfangs fühlt sich die Schwellung weich an und verschwindet wieder, wenn der Arm hochgelegt oder leicht massiert wird. Wenn man mit dem Finger auf die Haut drückt, bleibt eine Delle zurück. Manche Frauen bemerken das Lymphödem in diesem Stadium gar nicht, da der Arm nur ungefähr einen Zentimeter dicker ist als normal. Wird das Lymphödem nicht behandelt, wird aus der weichen eine harte Schwellung. Die Haut fühlt sich straff an und beginnt zu schmerzen. Häufig zeigen sich auch deutliche Einschränkungen in der Beweglichkeit. Die Schwellung ist hart und lässt sich nicht mehr mit dem Finger eindrücken. Auch das Hochlegen bringt keine Erleichterung mehr. Kleidung und Schmuck sitzen zu eng und sind unbequem.

"Ein Lymphödem im Bereich des Arms zeigt sich durch ein Spannungsgefühl nach Belastungen und eine Zunahme des Umfangs gegenüber dem gesunden Arm", so Dr. Barbara Netopil. Im Bereich der Brust könne das Ödem auch Schmerzen verursachen und mache sich durch eine Zunahme des Brustvolumens bemerkbar. In jedem Fall zeige sich eine Hautfaltenverdickung. "Betroffene sollten bei diesen Beschwerden ihren Arzt ansprechen, aber auch, wenn beispielsweise eine Entzündung mit Rötung und Fieber am Arm oder der Brust entsteht", rät die Lymphexpertin. Jetzt nicht zur Nachsorge zu gehen, aus Angst sich mit dem Corona-Virus anzustecken, könne ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. "Niemand muss Angst haben, zum Arzt zu gehen", so Dr. Barbara Netopil.

Nach einer Brustkrebsoperation kann ein Lymphödem von der für die Nachsorge zuständigen Ärzten sehr leicht diagnostiziert werden. Die einfachste Methode ist, den Armumfang zu messen. Bildgebende Verfahren, wie beispielsweise ein Ultraschall, können die Anamnese bestätigen. Ist das Lymphödem erkannt, kann sofort mit der Therapie begonnen werden. Sie besteht meistens aus mehreren Elementen: Kompressionstherapie, Lymphdrainage, Bewegungsübungen und Hautpflege. Die besten Erfolge lassen sich durch eine Kombination aller Behandlungselemente erreichen. So lässt sich das Lymphödem verkleinern und die Beschwerden lindern.

In der Brustkrebsnachsorge ist es bei einem Lymphödem besonders wichtig, dass das Kompressionsprodukt tagsüber getragen wird. "Eine Kompressionsversorgung am Arm sollte immer flachgestrickt sein. Sie sollte das Ödem voll umfassen. Zudem empfehlen sich schräge Abschlüsse am Oberarm und - falls eine Schwellung der Hand auftritt - auch ein zusätzlicher Handschuh", erklärt Dr. Barbara Netopil. Bei der Behandlung haben sich maßangefertigte Kompressionsversorgungen von JOBST® bewährt. Dank des luftdurchlässigen und atmungsaktiven Gestricks tragen sich die Produkte angenehm auf der Haut. Sie helfen, die Staubildung zu reduzieren und das Fortschreiten des Lymphödems zu verhindern.

Pressekontakt:

POSTINA PUBLIC RELATIONS GmbH, Am Stützelbaum 7, 64342
Seeheim-Jugenheim Tel. +49 (0)6257-50799-0, office@postina-pr.de

BSN-JOBST GmbH
Beiersdorfstraße 1, 46446 Emmerich am Rhein

29. Apr, 2020

Sollten Sie sich jetzt fragen, ob "Burn-Out", oder wie es so schön altmodisch geheissen hat "Ausgebrannt-Sein", eine Krankheit ist und wenn ja, was das auf der Seite eines Heilmasseures zu suchen hat, möchte ich ein paar Sätze über dieses Thema verlieren dürfen.

Zum Einen, Burn-Out ist als soches keine Krankheit – nein – es sind "verschiedene Krankheitsbilder, welche, zusammengefasst, das Schlagwort "Burn-out" bilden". Also vorwiegend ein psychisches Problem? Unbestritten. Wozu dann auf der Webseite eines Heilmasseures? Dazu darüber im Folgenden mehr.

Zuerst will ich kurz die Fachliteratur bemühen, was eigentlich alles in diesem Krankheitsbild zusammengefasst ist.

 

Zum Beispiel kann man folgendes lesen:

- Die Beeinträchtigungen treten nicht immer entsprechend der Stufenmodelle auf. Anzeichen von Burnout mischen sich fallweise - sie pendeln vielleicht in unterschiedlichen Schweregraden der Erschöpfung. Hier spielt Ihre Ressourcenlage eine wichtige Rolle. Nach Erholungsphasen werden Sie einige Zeit mehr Energie verspüren und die Anzeichen demnentsprechend leichtere sein. Wenn Sie ihre Symptome als Indikatoren im Auge behalten, kann es ausreichend sein, dass Sie vorsichtiger werden und sich damit Erleichterung verschaffen.

 

Oder auch:

Alle AutorInnen und ForscherInnen nennen die folgenden Symptomebenen als die 5 wichtigsten Gruppen von Anzeichen:

1. veränderte psychische Befindlichkeit

Die psychische Befindlichkeit reicht von gereizt, dauermüde, depressiv, ängstlich, unter Druck, gehetzt, aggressiv, ratlos, kraftlos, angespannt bis sorgenvoll. Das Leben wird als ein fremdartiger Zustand empfunden, bis hin zum Gefühl, völlig neben sich zu stehen. Diese veränderte Selbstwahrnehmung kann Angst machen. Libidoverlust siehe unter 4. ist ebenfalls ein häufiges Symptom, es läßt sich auch mit Viagra+Co nicht "in den Griff" bekommen. Entlastung ist hier das Mittel der Wahl, bevor Sie zur Sexualtherapie starten.

2. körperliche Beeinträchtigungen

Auf körperlicher Ebene werden zunehmend mehr einschränkende Anzeichen spürbar. Von beginnender Unruhe und Schlafstörung bis zum völligen Zusammenbruch (ähnlich einem Herzinfarkt).

Körperliche Anzeichen sind: Wenn plötzlich und ohne erkennbare Vorbelastungen körperliche Symptome auftreten: Kopfschmerz, Schwindel, starke unaufhörliche Müdigkeit, Zittern, ... Änderungen im Blutbild (entzündliche Prozesse) sollten unbedingt andere mögliche Ursachen durch entsprechende medizinische Untersuchungen ausgeschlossen werden.

3. Verhaltensänderung gegenüber Ihren Mitmenschen

Die KundInnen/KollegInnen fallen möglicherweise zunehmend zur Last, werden als lästig fordernd erlebt (obwohl Sie Ihnen das Wichtigste sind). Zynische Worte, Ironie schafft wieder emotionale Distanz und sind gleichzeitig ein Ventil für Ihr Gefühl des Belastetseins. Gleichzeitig wird der Kontakt dadurch geringer.

4. sozialer Rückzug

Arbeitszeit "frisst" Privatzeit. Unmerklich geschieht sozialer Rückzug - der über die Rückmeldung von aufmerksamen Menschen bemerkt werden kann. Wer wenig Zeit für (neue) Begegnung aufbringt verliert seine Kontakte rasch. Mißtrauen, Angst vor dem Ertapptwerden, Sich-Verschließen und der Begegnung ausweichen. Zum Sozialen Rückzug gehört im partnerschaftlichen auch der Lustverlust und der Rückgang der sexuellen Aktivität.was auf längere Sicht Folgeprobleme bringt.

5. Änderungen an persönlichen Werten

Was Ihnen wichtig war/ist könnte sich verändert haben. Möglicherweise ist der Leistungsaspekt, ein "Mehr" und "Nie genug", ein "Sofort", ein "unbedingt und immer" in den Vordergrund gerückt. Diese Entwicklung ist zu Lasten von "Was ich brauche", was "zu schaffen ist", so gekommen. Der Terminkalender und die to-do Liste regieren das Leben. Vorher war es freiwillige Begeisterung, jetzt ist es ein "Muss" und "Geht nicht anders" geworden. Vielleicht kennen Sie auch das Phänomen der inneren Kündigung, eine Art Rückzug aus der aktiven Beteiligung, um nur mehr Dienst nach Vorschrift zu tun.

Bei all diesen Beschreibungen fallen mir unter anderem folgende Stichworte sehr stark auf: "- depressiv, - dauermüde, - überreizt, - ratlos, - kraftlos,- agressiv, - unbedingt, - Last".

Das sind ja schon einmal eine ganze Menge an Anhaltspunkten, welche einem, ganz wichtig, nach dem Besuch beim Arzt, veranlassen solltem einen Heimasseur aufzusuchen.

Denn in einer Zeit, in der bei vielen Menschen der einzige Körperkontakt vielleicht der Ellenbogen des Kollegen, der Kollegin in seiner Magengrube ist, welche sich in der Reihe vordrängelt um irgendwo doch noch vor ihnen zu sein, benötigt man neben Selbstbestätigung, also Bestätigung seiner Leistung durch Dritte, auch ein Selbstlob sowie eine "Eigenkörperwahrnehmung", man muss sich wieder selbst spüren dürfen.

Bei alll jenen, vor allem beim Punkt der Eigenkörperwahrnehmung kann der Heilmasseur sehr gut weiterhelfen.

Denn, was bewirkt eine Massage unter anderem? Was bewirkt unter vielem anderen eine manuelle Lymphdrainage?

Die Wirkung von Massage ist unter anderem folgende:

Die körperliche Wirkung:

+ verstärkte Durchblutung von Haut, Muskulatur, Unterhautfettgewebe und des Bindegewebes

+ verstärkte Gleitfähigkeit der Muskulatur

+ Vorbereitung des Atmungssystems sowie der Wärmeregulation

+ Wirkung über das zentrale Nervensystem (ZNS).

Die psychologische Wirkung:

+ leistungsfördernde psychische Beeinflussung

+ große Aufnahmebereitschaft während der Massage

+ Einfluss auf die Erregungund Beruhigung sowie auf das Wohlbefinden

+ Steigerung des Selbstvertrauens

+ Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit (über ZNS)

+ Einfluss auf den Vorstartzustand (Nervosität, Lampenfieber, Apathie)

jene der manuellen Lymphdrainage sind unter vielen anderen:

entwässert

entgiftet

entschlackt

beruhigt

stärkt das Abwehrsystem

Die Lymphdrainage eignet sich u.a. für Beschwerden,beidenen es zu Stauungen (Ödemen) im Gewebe kommt, zum Beispiel:

Blutergüße, Schwellungen nach Verletzungen

Zerrungen, Verstauchungen, Luxationen

Kopfschmerzen, HWS-Syndrom

Migräne, Rheumatische Erkrankungen

Allergien

Wenn man all die von Sport- oder Operationsverletzungen herrührende Beschwerden ausklammert sind da also "Kopfschmerzen", "HWS-Syndrom", "Migräne" bei der ML sowie "leistungsfördernde psychische Beeinflussung", "Einfluss auf die.....Beruhigung sowie das Wohlbefinden", "Steigerung des Selbstvertrauens" bei der Massage zu finden.

Zurück zum "Burn-Out" : Klingt schon einmal vernünftig, sich zu einem Masseur zu begeben, wenn man sich die körperlichen Anzeichen von Burnout anschaut – "Kopfschmerz", "Schwindelgefühl", "dauermüde", "kraftlos", u.v.a.

Vom Sport weiss man doch, dass eine gute Massage die Regenerationszeit entscheidend verkürzt, eine manuelle Lymphdrainage eine Verletzungspause wirklich dramatisch zusammenschrumpfen lässt. Kennt jeder aus der Zeitung oder den Fernsehberichten.

Wieso sollte man dann diese Techniken nicht auch in der Sportdisziplin "Überleben in der Firma/Arbeit" bemühen?

Eine Klientin erklörte mir einmal, dass die wöchentliche Massage für sie unter "Erhaltung der Kampfkraft für das tägliche Überleben" falle – besser kann man das eigentlich nicht ausdrücken.

Zusammenfassend, Burn-Out ist also keine Krankheit an sich, sondern eine Vielzahl an Verletzungen und Selbstverletzungen der Seele und des Körpers, bei dem, nach einem Arztbesuch und psychologischer Hilfe auch der Besuch bei einem (Heil)Masseur sehr weiterhelfen kann.

23. Mrz, 2020

Arthrosen sind Erkrankungen der Gelenke. Sie entstehen durch ein Missverhältnis zwischen abbauenden und aufbauenden Prozessen im Gelenkknorpel und darunterliegenden Knochen.

Erste Symptome einer Arthrose sind Gelenksschmerzen bei Belastung oder zu Beginn der Bewegung ("Anlaufschmerzen"). Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind Knie, Hüfte und Finger, es "knirscht" bei bestimmten Bewegungen. Rund 1,4 Millionen Menschen in Österreich sind von Arthrose betroffen, ältere Menschen am häufigsten. Oft wird Arthrose mit Arthritis verwechselt. Der Unterschied liegt in der Ursache: Arthrose ist ein (Abbau-) Prozess, der im betroffenen Gelenk stattfindet, während bei der Arthritis das Immunsystem quasi von außen entzündliche Prozesse in den Gelenken auslöst.

 

Häufigkeit von Arthrosen

Arthrosen stellen die häufigste rheumatische Erkrankungsgruppe dar. Rund 1,4 Millionen Menschen sind in Österreich von Arthrose betroffen, Frauen häufiger als Männer. Erste Beschwerden zeigen sich häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, aufgrund von Gelenkfehlstellungen oder Fehlbelastungen manchmal auch schon früher. Fast jeder Zweite über 70-jährige weist unterschiedlich starke Abnützungen der Gelenke auf, ohne dass gleich eine Erkrankung vorliegen muss.

Ursachen von Arthrosen

Die arthrotischen Veränderungen beginnen im Gelenkknorpel bzw. im darunterliegenden Knochen, die beide ständigen Aufbau- und Abbauprozessen unterworfen sind. Im Falle der Arthrose ist dieses Gleichgewicht gestört.

Wird mehr Knorpelmasse ab- als aufgebaut, entsteht ein Knorpelschaden, der Knochen unterhalb der Knorpelschicht wird stärker belastet. Durch Abrieb des Knorpelmaterials kann sich das Gelenk entzünden (mittleres Stadium), Schmerzen in Ruhe setzen ein. Die betroffene Stelle ist gerötet und überwärmt (aktivierte Arthrose).

Ist der Knorpel in einem späten Krankheitsstadium bis auf den Knochen abgenützt, dann reiben die Gelenkknochen schließlich direkt aufeinander, das Gelenk verformt sich (deformiert).

Mit zunehmendem Alter wird weniger Knorpel- und Knochenmasse nachgebildet, das begünstigt bei älteren Menschen arthrotische Beschwerden.

Risikofaktoren der Arthrose:

eine chronische Überbelastung durch angeborene Gelenksfehlstellungen,

Übergewicht

eine Fehlbelastung,

eine Fehlstellung (X-Beine, O-Beine),

ein schlecht verheilter Knochenbruch,

eine Stoffwechselerkrankung wie Gicht oder Diabetes,

eine extreme Überbeanspruchung wie z.B. Hüftgelenksarthrose bei Profisportlern oder Kniegelenksarthose bei bestimmten Berufsgruppen wie z.B. Fliesenlegern, weibliches Geschlecht

mangelnde Bewegung

Welche Gelenke sind betroffen?

Prinzipiell kann jedes Gelenk betroffen sein, besonders häufig ist es aber bei Kniegelenken (Gonarthose), Hüftgelenken (Coxarthrose), Fingergelenken und an den kleinen Gelenken der Wirbelsäule (Spondylarthrose) der Fall.

Symptome von Arthrosen

Bei der Hüftgelenksarthrose kommt es zu Schmerzen im Leistenbereich, in den Oberschenkeln oder im Kniegelenk. Typisch sind auch Schmerzen, die Ischiasbeschwerden ähneln. Kniegelenksarthrosen verursachen oft Schmerzen beim Treppensteigen. Das Aufeinanderreiben der erkrankten Gelenkflächen verursacht knarrende und knirschende Geräusche.

Bei der Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose) kommt es zu belastungsabhängigen Rückenschmerzen.

An den Händen sind vornehmlich die Fingerendgelenke, die Fingermittelgelenke sowie das Daumengrundgelenk betroffen. Arthrose am Fingergelenk ist an typischen Verformungen und Knötchen an den Endgelenken der Finger zu erkennen.

Verlauf der Arthrose

Alle Arthrosen beginnen schleichend. Die Beschwerden verschlimmern sich langsam aber stetig und betreffen häufig nur ein einzelnes Gelenk. Zuerst treten die Schmerzen nur bei Belastung auf, beim Gehen, Stiegen steigen, Heben etc. (Belastungsschmerz). Oft sind die Gelenke auch kälteempfindlich und reagieren auf nasses Wetter. In weiterer Folge machen sich Anlaufschmerzen bemerkbar: Wer z.B. nach einer Ruhephase aufsteht, verspürt Schmerzen, nach einigen Bewegungen lassen diese wieder nach. Es ist so, als müssten die Gelenke erst wieder "in die Gänge" kommen.

Schmerzen in Ruhe deuten auf eine Entzündung im Gelenk hin, die erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftritt. Diese wird in erster Linie durch Knorpelteilchen ausgelöst, die aufeinander reiben, das führt zu Deformierungen und Funktionsbeeinträchtigungen.

Diagnose von Arthrose

Zwischen Früh- und Spätstadium der Arthrose können viele Jahre liegen, eine frühe Therapie kann den Verlauf wesentlich beeinflussen. Mit Hilfe eines Röntgenbildes sind arthrotische Veränderungen wie ein verschmälerter Gelenkspalt oder Knochenverdichtungen unterhalb des angegriffenen Knorpels gut zu erkennen.

Eine Blutuntersuchung liefert keine spezifischen Hinweise auf eine Arthrose.

Therpie von Arthrose

Bei der Behandlung der Arthrose sind die Gelenksentlastung sowie gezielte Bewegung wichtige Säulen:

- Orthopädische Hilfsmittel und Abnehmen unterstützen das betroffene Gelenk.

- Viel Bewegung ohne zu belasten: Bewegungstherape (Heilgymnastik) ist unerlässlich, weil dadurch Nährstoffe den verbliebenen Knorpel erreichen und versorgen. Eine Schonung würde den Abbau der Knorpelmasse noch stärker vorantreiben. Bewegung bei Arthrose wie zum BeispielSchwimmen und Radfahren sind ideal, weil dadurch auch die Muskulatur gestärkt wird.

Gegen die Schmerzen, besonders in der Phase einer aktivierten Arthrose helfen Analgetika bzw. Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Komponenten.

In den „nichtentzündlichen Phasen“ der Krankheit wird eine Serie von manuellen Lymphdraniagen sehr gut weiterhelfen. Die Schmerzspirale wird ohne oder wenigstens mit vermindeter Medikamentengabe durchbrochen und das an den Gelenken durch die Entzündungen angesammelte Gewebswasser schneller abgeleitet, die Wiederherstellung des zerstörten Gelenkes rascher eingeleitet.

Oft ist ein künstliches Gelenk das letzte Mittel um eine Arthrose in den Griff zu bekommen. Am häufigsten wird der Gelenkersatz aus hochwertigem Metall bzw. Kunststoff an der Hüfte oder am Knie eingesetzt.

Bei einer passiven Phase der Erkrankung sind Wärmeanwendungen wie Moor- oder Fangopackungen entspannend und schmerzstillend wirksam, durchblutungsfördernde Salben haben einen ähnlichen Effekt. Bei einer aktivierten Arthrose mit einem Entzündungsschub ist Kälte besser.

Belastung und Entlastung sollten sich im Alltag abwechseln. Wer viel sitzen muss, sollte öfter aufstehen, wer körperlich schwer arbeitet, sollte sich Ruhepausen gönnen.

Übergewicht ist generell schlecht für die Gelenke.

Auf ausgewogene, basereiche bzw. säurearme Ernährung achten. Schuhe mit weichen Sohlen dämpfen die Kniegelenke, generell unterstützen spezielle gedämpfte Sportschuhe den Bewegungsappart.

 

19. Jan, 2020

Am 15. Jänner begann das Vortragsjahr 2020 um 19.30 Uhr in der Wipplinger Str. 6 vor einer kleinen, sehr interessierten Besucherschar. Das Thema der "palliative-Care-Therapie" war ein schwieriges, aber ich versuchte, dieses in leichtverständlicher Form darzulegen.

Die vorgegebene Zeit (60 Minuten Vortrag plus 30 Minuten Fragen beantworten) wurde, bedingt durch viele interessierte Nachfragen, etwas überzogen, sodass dieser Abend erst um ungefähr 22 Uhr beendet wurde.