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23. Mrz, 2020

Arthrosen sind Erkrankungen der Gelenke. Sie entstehen durch ein Missverhältnis zwischen abbauenden und aufbauenden Prozessen im Gelenkknorpel und darunterliegenden Knochen.

Erste Symptome einer Arthrose sind Gelenksschmerzen bei Belastung oder zu Beginn der Bewegung ("Anlaufschmerzen"). Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind Knie, Hüfte und Finger, es "knirscht" bei bestimmten Bewegungen. Rund 1,4 Millionen Menschen in Österreich sind von Arthrose betroffen, ältere Menschen am häufigsten. Oft wird Arthrose mit Arthritis verwechselt. Der Unterschied liegt in der Ursache: Arthrose ist ein (Abbau-) Prozess, der im betroffenen Gelenk stattfindet, während bei der Arthritis das Immunsystem quasi von außen entzündliche Prozesse in den Gelenken auslöst.

 

Häufigkeit von Arthrosen

Arthrosen stellen die häufigste rheumatische Erkrankungsgruppe dar. Rund 1,4 Millionen Menschen sind in Österreich von Arthrose betroffen, Frauen häufiger als Männer. Erste Beschwerden zeigen sich häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, aufgrund von Gelenkfehlstellungen oder Fehlbelastungen manchmal auch schon früher. Fast jeder Zweite über 70-jährige weist unterschiedlich starke Abnützungen der Gelenke auf, ohne dass gleich eine Erkrankung vorliegen muss.

Ursachen von Arthrosen

Die arthrotischen Veränderungen beginnen im Gelenkknorpel bzw. im darunterliegenden Knochen, die beide ständigen Aufbau- und Abbauprozessen unterworfen sind. Im Falle der Arthrose ist dieses Gleichgewicht gestört.

Wird mehr Knorpelmasse ab- als aufgebaut, entsteht ein Knorpelschaden, der Knochen unterhalb der Knorpelschicht wird stärker belastet. Durch Abrieb des Knorpelmaterials kann sich das Gelenk entzünden (mittleres Stadium), Schmerzen in Ruhe setzen ein. Die betroffene Stelle ist gerötet und überwärmt (aktivierte Arthrose).

Ist der Knorpel in einem späten Krankheitsstadium bis auf den Knochen abgenützt, dann reiben die Gelenkknochen schließlich direkt aufeinander, das Gelenk verformt sich (deformiert).

Mit zunehmendem Alter wird weniger Knorpel- und Knochenmasse nachgebildet, das begünstigt bei älteren Menschen arthrotische Beschwerden.

Risikofaktoren der Arthrose:

eine chronische Überbelastung durch angeborene Gelenksfehlstellungen,

Übergewicht

eine Fehlbelastung,

eine Fehlstellung (X-Beine, O-Beine),

ein schlecht verheilter Knochenbruch,

eine Stoffwechselerkrankung wie Gicht oder Diabetes,

eine extreme Überbeanspruchung wie z.B. Hüftgelenksarthrose bei Profisportlern oder Kniegelenksarthose bei bestimmten Berufsgruppen wie z.B. Fliesenlegern, weibliches Geschlecht

mangelnde Bewegung

Welche Gelenke sind betroffen?

Prinzipiell kann jedes Gelenk betroffen sein, besonders häufig ist es aber bei Kniegelenken (Gonarthose), Hüftgelenken (Coxarthrose), Fingergelenken und an den kleinen Gelenken der Wirbelsäule (Spondylarthrose) der Fall.

Symptome von Arthrosen

Bei der Hüftgelenksarthrose kommt es zu Schmerzen im Leistenbereich, in den Oberschenkeln oder im Kniegelenk. Typisch sind auch Schmerzen, die Ischiasbeschwerden ähneln. Kniegelenksarthrosen verursachen oft Schmerzen beim Treppensteigen. Das Aufeinanderreiben der erkrankten Gelenkflächen verursacht knarrende und knirschende Geräusche.

Bei der Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose) kommt es zu belastungsabhängigen Rückenschmerzen.

An den Händen sind vornehmlich die Fingerendgelenke, die Fingermittelgelenke sowie das Daumengrundgelenk betroffen. Arthrose am Fingergelenk ist an typischen Verformungen und Knötchen an den Endgelenken der Finger zu erkennen.

Verlauf der Arthrose

Alle Arthrosen beginnen schleichend. Die Beschwerden verschlimmern sich langsam aber stetig und betreffen häufig nur ein einzelnes Gelenk. Zuerst treten die Schmerzen nur bei Belastung auf, beim Gehen, Stiegen steigen, Heben etc. (Belastungsschmerz). Oft sind die Gelenke auch kälteempfindlich und reagieren auf nasses Wetter. In weiterer Folge machen sich Anlaufschmerzen bemerkbar: Wer z.B. nach einer Ruhephase aufsteht, verspürt Schmerzen, nach einigen Bewegungen lassen diese wieder nach. Es ist so, als müssten die Gelenke erst wieder "in die Gänge" kommen.

Schmerzen in Ruhe deuten auf eine Entzündung im Gelenk hin, die erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftritt. Diese wird in erster Linie durch Knorpelteilchen ausgelöst, die aufeinander reiben, das führt zu Deformierungen und Funktionsbeeinträchtigungen.

Diagnose von Arthrose

Zwischen Früh- und Spätstadium der Arthrose können viele Jahre liegen, eine frühe Therapie kann den Verlauf wesentlich beeinflussen. Mit Hilfe eines Röntgenbildes sind arthrotische Veränderungen wie ein verschmälerter Gelenkspalt oder Knochenverdichtungen unterhalb des angegriffenen Knorpels gut zu erkennen.

Eine Blutuntersuchung liefert keine spezifischen Hinweise auf eine Arthrose.

Therpie von Arthrose

Bei der Behandlung der Arthrose sind die Gelenksentlastung sowie gezielte Bewegung wichtige Säulen:

- Orthopädische Hilfsmittel und Abnehmen unterstützen das betroffene Gelenk.

- Viel Bewegung ohne zu belasten: Bewegungstherape (Heilgymnastik) ist unerlässlich, weil dadurch Nährstoffe den verbliebenen Knorpel erreichen und versorgen. Eine Schonung würde den Abbau der Knorpelmasse noch stärker vorantreiben. Bewegung bei Arthrose wie zum BeispielSchwimmen und Radfahren sind ideal, weil dadurch auch die Muskulatur gestärkt wird.

Gegen die Schmerzen, besonders in der Phase einer aktivierten Arthrose helfen Analgetika bzw. Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Komponenten.

In den „nichtentzündlichen Phasen“ der Krankheit wird eine Serie von manuellen Lymphdraniagen sehr gut weiterhelfen. Die Schmerzspirale wird ohne oder wenigstens mit vermindeter Medikamentengabe durchbrochen und das an den Gelenken durch die Entzündungen angesammelte Gewebswasser schneller abgeleitet, die Wiederherstellung des zerstörten Gelenkes rascher eingeleitet.

Oft ist ein künstliches Gelenk das letzte Mittel um eine Arthrose in den Griff zu bekommen. Am häufigsten wird der Gelenkersatz aus hochwertigem Metall bzw. Kunststoff an der Hüfte oder am Knie eingesetzt.

Bei einer passiven Phase der Erkrankung sind Wärmeanwendungen wie Moor- oder Fangopackungen entspannend und schmerzstillend wirksam, durchblutungsfördernde Salben haben einen ähnlichen Effekt. Bei einer aktivierten Arthrose mit einem Entzündungsschub ist Kälte besser.

Belastung und Entlastung sollten sich im Alltag abwechseln. Wer viel sitzen muss, sollte öfter aufstehen, wer körperlich schwer arbeitet, sollte sich Ruhepausen gönnen.

Übergewicht ist generell schlecht für die Gelenke.

Auf ausgewogene, basereiche bzw. säurearme Ernährung achten. Schuhe mit weichen Sohlen dämpfen die Kniegelenke, generell unterstützen spezielle gedämpfte Sportschuhe den Bewegungsappart.

 

19. Jan, 2020

Am 15. Jänner begann das Vortragsjahr 2020 um 19.30 Uhr in der Wipplinger Str. 6 vor einer kleinen, sehr interessierten Besucherschar. Das Thema der "palliative-Care-Therapie" war ein schwieriges, aber ich versuchte, dieses in leichtverständlicher Form darzulegen.

Die vorgegebene Zeit (60 Minuten Vortrag plus 30 Minuten Fragen beantworten) wurde, bedingt durch viele interessierte Nachfragen, etwas überzogen, sodass dieser Abend erst um ungefähr 22 Uhr beendet wurde.

6. Nov, 2019

Fettleibigkeit könnte bald dem Rauchen den ersten Rang als Hauptursache für Krebs ablaufen. Denn während die Anzahl der Krebserkrankungen aufgrund von Tabakkonsum in Deutschland stetig sinkt, nimmt die Zahl übergewichtiger Menschen mit Krebs statistisch gesehen zu. Auf die Entstehung aller Krebskrankheiten gerechnet hat die Fettleibigkeit einen Anteil von schätzungsweise 16%. Würden alle Menschen das Normalgewicht einhalten, könnten allein in Deutschland pro Jahr circa 25.000 Krebserkrankungen vermieden werden.

Im Körper angesammeltes Fettgewebe ruht nicht einfach nur – es ist im Gegenteil hormonell aktiv und mischt den Hormonhaushalt ordentlich auf. Das führt dazu, dass sich der Stoffwechsel verändert und Botenstoffe gebildet werden, die zur vermehrten Ausschüttung von Insulin und Insulin-ähnlichem Wachstumsfaktor-I (IGF-I) und somit zu einer Art chronischen Entzündung führen. Dadurch kann Krebs begünstigt werden.

Der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs wurde inzwischen mit Sicherheit für verschiedene Krebsarten bestätigt, darunter Speiseröhrenkrebs,  Dick- und Enddarmkrebs und Nierenkrebs bei beiden Geschlechtern sowie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Gallenblasenkrebs bei Frauen. Die Fettleibigkeit spielt jedoch nicht nur in Bezug auf die Krebsentstehung eine wichtige Rolle. Wissenschaftler stellten fest, dass Adipositas im Falle einer Brustkrebserkrankung auch mit einem um 35 bis 40% höheren Metastasierungs- und Rückfallrisiko verbunden ist.

Über die Parameter, die es ermöglichen ein erhöhtes Krebsrisiko festzustellen, informiert das ONKO-Internetportal in seinem aktuellen Monatsthema. Unter www.krebsgesellschaft.de/thema_maerz2019 finden Betroffene und Interessierte zudem hilfreiche Tipps zu Ernährung und Krebs und zur Gewichtsreduktion durch gesunder Ernährung.

rs media GmbH. - aus "journalonko.de"
2. Nov, 2019

Ödeme sind, meistens bedingt durch Verletzungen, Operationen oder Krankheiten teilweise schmerzhafte Wassereinlagerungen in unserem Körper.

Wer unter diesen Gewebswassereinlagerungen leidet, der weist ein Ungleichgewicht in seinem Körper auf – der Wasserhaushalt, die Entstehung sowie der Abfluss des Gewebswassers muss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Was sind Ödeme/Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen entstehen, einfach gesagt, wenn das Gleichgewicht zwischen Austritt dieses Gewebswassers und dem Abtransport über das Lymphsystem gestört ist. Meistens sind davon Gesicht, Hände und Beine betroffen.

Unser Körper reagiert aus folgenden Gründen:

Es besteht ein Eiweißmangel

Es besteht ein erhöhter Druck in den Blutgefäßen

Die Durchlässigkeit der Zellwände ist erhöht

Störung des Lymphabflusses

Ständiges Stehen oder andauerndes Sitzen, Hitze oder ein erhöhter Verzehr von Kohlenhydraten sind weitere Gründe für Einlagerungen. Die Einnahme von Medikamenten kann Ödeme ebenfalls begünstigen – vor allem Cortison, Calciumantagonisten oder Antidepressiva sind hierfür verantwortlich.

Wer über einen längeren Zeitraum unter Wassereinlagerungen leidet, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, da vermehrte Ansammlungen von Wasser auch auf unterschiedliche Krankheiten hinweisen können:

Störung des Venenabflusses

Herz- und Niereninsuffizienz

Leberzirrhose

Bluteiweiß ist (warum auch immer) niedrig

u.v.a.

Ödeme natürlich behandeln - 8 Tipps

1. Kohlenhydrate reduzieren

Oft sind große Mengen an Kohlenhydraten aus Getreideerzeugnissen, Zucker und Limonade für mehr Wasser im Körper verantwortlich. Nach einem hartem Arbeitstag essen viele Personen üppige Portionen an Kohlenhydrate – in Form von Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Haferflocken. Da Kohlenhydrate unsere geleerten Glykogenspeicher auffüllen und Glykogen an Wasser gebunden ist, wird dadurch auch viel Wasser in unserem Körper eingelagert.

Wer Wassereinlagerungen reduzieren möchte, der sollte weniger Kohlenhydrate in Form von Brot, Pasta, Reis, Kartoffeln, Zucker und Süßwaren zuführen. Obst und Gemüse enthalten ebenso Kohlenhydrate, aber wirken sich nicht so drastisch auf unseren Körper aus.

2. Salz

Mit Salz sparsam umgehen – das bedeutet eine Menge von maximal 6-10g pro Tag sollen nicht überschritten werden. Dabei sollte man nicht nur die Portion an Salz berechnen, die man beim Kochen verwendet, sondern ebenfalls das Salz  in fertigen Produkten berücksichtigen.

Faustregel: 1g Salz bindet 100 g Wasser

Für Sportler (+10 Stunden pro Woche) gilt eine Mengen von 15-20g, da über den Schweiß vermehrt Mineralstoffe (z.b. Natrium) ausgeschieden werden.

3. Wasser trinken

Wer hätte das gedacht – Wer Wasser aus seinem Körper spülen möchte, der muss mehr Wasser aufnehmen! Damit überschüssiges Wasser aus dem Körper befördert wird, muss mehr getrunken werden. Nicht nur für Wassereinlagerungen äußerst vorteilhaft, sondern auch für wichtige Funktionen im Körper, für die Haut und für unsere Haare.

4. Vitamine & Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe sind nicht nur wichtig für unsere Gesundheit und Gesamtwohlbefinden, sondern können auch Wasseransammlungen reduzieren. Vor allem Kalium, Magnesium und auch Vitamin B6 sind Wunderwaffen im Kampf gegen Ödeme.

Große Mengen an Kalium befinden sich in Karotten, Beeren, Spinat, Rindfleisch, Nüssen, Bananen, Kohlrabi, Marillen, Avocado, Melanzani, Apfelessig, Löwenzahn, Pilzen und Kürbis.

Magnesiumquellen sind Brennnessel, Sesam, Mohn, Kakao (ohne Zucker), Banane, Quinoa und Kürbiskerne.

Huhn, Schweinefleisch, Banane, Nüsse und Kohlgemüse sind gute Quellen für Vitamin B6.

5. Milch und Milchprodukte

Milch und Milchprodukte können auch für Wassereinlagerungen und Cellulite verantwortlich gemacht werden. Das Milcheiweiß, welches wir mittels Nahrung zuführen kann nicht optimal von unseren Zellen aufgenommen werden – daher sollten Milch und Milchprodukte bei Ansammlungen von Wasser stark reduziert werden.

6. Sport

Das Sportprogramm sollte bei Ödemen nicht vernachlässigt werden! Eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport ist hier ratsam. Warum? Bei sportlicher Betätigung werden die Lymphe und Venen aktiviert und der Rückfluss des angestauten Wassers wird wieder angeregt. Ebenso können wir empfehlen:

Treppe anstatt Lift

Öfters auch auf das Auto verzichten

Mehrmals pro Tag aufstehe und sich bewegen (vor allem bei sitzenden Tätigkeiten) Morgengymnastik

sowie Aqua-Gymnastik und Schwimmen in nicht zu warmen Wasser (vorsicht bei einem Besuch einer Therme!)

7. Wechselduschen und manuelle Lymphdrainagen

Wechselduschen können Wunder vollbringen – z.B. 10 Sekunden warm bis heiß  und anschließend für 10 Sekunden kalt duschen. Diesen Vorgang 3x wiederholen und das mehrmals pro Woche.

8. Besuch beim Arzt und beim Heilmasseur/Physiotherapeuten

Natürlich, und das zuletzt, ist ein Besuch beim lymphtherapiekundigen Heilmasseur oder Physiotherapeuten ihres Vertrauens wichtig.Davor aber unbedingt und natürlich einen Arzt aufsuchen. So ein Besuch hilft dabei sehr, die Probleme zumindest zu lindern, wenn nicht sogar in den Griff zu bekommen und diese zu beseitigen!