9. Aug, 2016

Sommer - Lymphödem

Durch das hitzebindigte Wärmeüberangebot  kommt es zu einer Mehrdurchblutung im Körper. Dadurch wird  mehr Flüssigkeit in den gestauten Bereich gepumpt. Da der Rücktransport der Flüssigkeit aber gestört ist führt diese Mehrdurchblutung zu einem weiteren Anschwellen des Ödems.

Wie kann man dem Anschwellen an heißen Tagen entgegenwirken?

  • Setzen Sie die betroffene Stelle nicht zu lange dem direkten Sonnenlicht aus.
    Wenn es sich zum Beispiel um ein Bein handelt und sie nicht auf ihr Sonnenbad verzichten möchten empfiehlt es sich ein Handtuch - am besten feucht -  über das betroffene Bein zu legen oder gleich einen schattigen Liegeplatz zu wählen.
  • Vermeidung von beengender Kleidung.
     Achten Sie darauf, dass Kleidungsstücke wie Socken, Hosen, Gürtel oder BHs nicht einschneiden und somit den Abtransport der Lymphe vermindern.
  • Immer schön cool bleiben.
    Nützen Sie Ruhephasen und legen sie sich ein im Kühlschrank gekühltes Gel-Pack ("Cool-Pack") oder eine kalte Moorpackung, wenigstens aber ein nasses (Hand-)Tuch auf die betroffene Stelle. Vermeiden Sie Wärmepackungen, heiße Bäder oder Saunagänge. Auch kalte Wickel sind eine gute Methode zum Kühlen des Ödems.
  • Regelmäßige Lymphdrainagen
    Die Manuelle Lymphdrainage unterstützt den Abtransport der Lymphe in gestauten Bereichen und unterstützt die Regeneration geschädigter Lymphbahnen. Eine wöchentliche Therapie kann bereits den verstärkten Abtransport der Lymphe spürbar fördern und ein stärkeres Anstauen verhindern.
  • Regelmäßige Bewegung
    Lockere Spaziergänge, gemütliches Radfahren, vor allem Schwimmen sorgen dafür, dass dank Muskelpumpe die Lymphgefäße in ihrer Arbeit angeregt werden.
  • Stützstrümpfe tragen
    Auch wenn er zur Sommerzeit sehr ungern getragen wird sollte man nicht auf den Stützstrumpf verzichten, wenn das Ödem dazu neigt schnell anzuschwellen. Der Stützstrumpf führt zu einem nachhaltigen Erfolg der Lymphdrainagen und vermindert die Gefahr eines größer werdenden Ödems spübar!