28. Sep, 2016

September - und schon ein Jahresrückblick!

Mein allererstes Jahr in meiner Funktion als Landesleiter für Niederösterreich und somit auch Mitglied des Vorstandes der Österreichischen Lymphliga geht zu Ende.

Dieses Jahr war von viel intensiver Arbeit geprägt. Leider konnte ich noch nicht alles in Angriff nehmen, was ich mir am Anfang meiner Tätigkeit vorgenommen habe.

Zuerst daie erfreulichen Dinge: einigen Betroffenen konnte ich mit Rat zur Seite stehen und unter anderem an Therapeuten vermitteln. Weiters konnte ich Kontakt zu einigen niedergelassenen Ärzten aufnehmen und so die manuelle Lymphdrainage etwas bekannter machen.

Leider ist das auch der Schwachpunkt und einer meiner besonderen Schwerpunkte bei der Arbeit als Landesleiter – in Niederösterreich fehlt es nach wie vor sowohl an einer flächendeckenden Versorgung an Ärzten, welche sich mit dem Themenkreis „manuelle Lymphdrainage/ komplexe physikalische Entstauung“ auskennen als auch an Therapeuten, welche die ärztlichen Anweisungen auch wirkungsvoll umsetzen (können).

 Daran arbeite ich intensiv. Ein grosses Hindernis, dieses Ziel zu erreichen, Therapeuten zu finden welche mitarbeiten wollen, ist nach wie vor, dass die Krankenkassen, welche auch immer, nicht immer zum Wohle der Patienten entscheiden, nötige Therapien zu bewilligen, sondern man den Eindruck gewinnt, diese ausschliesslich darauf schauen, nichts oder beinahe nichts bezahlen zu müssen. Diesen gordischen Knoten – hier Patienteninteresse, dort Krankenkasse und dazwischen Ärzte und Therapeuten, gilt es zum Wohle aller Betroffenen zu lösen. Diese Herausforderung ist wohl für die nächste Zeit das vieles überstrahlende Thema.

Andererseits, und das ist mindestens ebenso wichtig, steht die Fortbildung aller Therapeuten (ob Physiotherapeuten oder Heilmasseure) und Ärzten bezüglich manuelle Lymphdrainage dringend an prominenter Stelle meiner Liste. Wir haben Gott sei Dank in Österreich wunderbare und ausgezeichnete Leute auf diesem Gebiet! Im LKH Wolfsberg sowie in Walchsee sind tolle Ärzte und ausgezeichnete Therapeuten am Werk – aber dieses Wissen muss dringend auch bei den „einfachen“ Fachärzten ankommen! Es darf nicht sein, dass eine Patientin hin und her geschickt wird und am Ende ein Schulterzucken und der Rat „nehmen sie doch ein paar Kilo ab“ steht! Diese Zeit muss endgültig vorbei sein. Das ist die Herausforderung und das anzustrebende Ziel für 2017 und ich hoffe, dass ich nächstes Jahr viel mehr Positives darüber schreiben werde können.

Nachtrag November: Wie üblich, ich bin wieder viel zu voreilig mit meinem Rückblick. Leider, denn Seit Oktober bin ich fast nur mehr unterwegs zwischen Arzt und Krankenhaus. Ich werde zwar  die Herausforderung annehmen, die mir mein Körper aufgegeben hat, werde aber wohl nicht mehr mit voller Kraft meinem (beruflichen) Tun nachgehen können.