23. Sep, 2017

Ödempatienten und deren Versorgung in Österreich

In Österreich gibt es seriösen Schätzungen zufolge ungefähr 150.000 Ödempatienten u. -patientinnen, welche eine komplexe physikalische Entstauungstherapie benötigen (würden). In dieser Zahl sind alle zusammengefasst, egal aus welchem Grund sie ein Ödem haben. Jährlich kommen in etwa 3.500 neue Patienten/Patientinnen dazu. Behandlungsplätze gibt es, überschlagsmässig und alle Therapie- und Akutbetten zusammengerechnet, ungefähr 150 (diese Zahlt schätze ich jetzt mal, denke aber, dass sie schon sehr hoch gegriffen ist), im LKH Wolfsberg, einem von zwei Lymphtherapiezentren in Österreich, zum Beispiel sind es 80 Therapie- und 10 Akutbetten. Mehr wird es in absehbarer Zeit aus wirtschaftlichen Überlegungen von Seiten der Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium nun einmal nicht geben können. Die Aufgabe an die Lymphtherapeuten in Österreich ist jetzt,  den Ausbau der ambulanten Therapie  in Österreich voranzutreiben als Ergänzung zur stationären Betreuung der Patienten und Patientinnen.  Die Zukunft könnte, in nicht allzuferner Zeit, sein, dass die Patienten/Patientinnen möglichst rasch durch die stationäre Behandlung durchgeschleusst werden, die schlimmsten Notfälle noch ein wenig länger im Krankenhaus/in der Klinik betreut werden, die "Normalfälle" aber so rasch als möglich in die ambulante Betreuung entlassen werden müssen, da ja die Warteschlange immer länger wird - und da steht dann im Moment niemand bereit, die Anschlussversorgung zu gewährleisten - die Problematik dabei ist die Nahtstelle zwischen der stationören und der ambulanten Betreuung - da müssen auf beiden Seiten unbedingt sehr gut ausgeblidete Ärzte und Therapeuten stehen - welche wissen, was die jeweils anderen gemacht haben und zu tun gedenken. Eine Herausforderung an alle Beteiligten!