Segment-Therapie

Die Segmenttherapie ist eine Form der Reflexzonen-Massage. Sie befasst sich mit der organbedingten Veränderungen der Durchblutung der Haut.
Ein Segment ist das Areal, das ein Spinalnerv durch verschiedene Gewebeschichten hindurch versorgt.

Dieser Spinal-Nerv hat Einfluss auf Haut, Muskeln, Gefäße, Nerven, Knochen und Organe. Verändert sich also ein Organ oder ein Muskel anatomisch oder physiologisch, verändert sich auch das ganze entsprechende Segment. An diesen Veränderungen setzt dann die Segmentherapie an.
Jede reflektorische Gewebeveränderung wird durch einen  Massagegriff bearbeitet. Dieser verursacht über Nervenfasern am und im zugeordneten Organ die gleiche Verbesserung der Durchblutung, wie sie durch die Griffeinwirkung in der Haut entsteht.  Damit eignet sich die Segmenttherapie vor allem und besonders bei Erkrankungen der inneren Organe!

Indikationen und Kontraindikationen

Indikationen:

Bei folgenden Erkrankungen  ist eine Segmenttherapie anzuraten:

 bei allen (!)funktionellen Organbeschwerden - egal, ob Magen-Darmbeschwerden oder Unfruchtbarkeit, Kopfschmerzen, Migräne Menstruationbeschwerden

Kontraindikation:

abzuraten, bzw. nicht durchzuführen bei

allen akut-entzündliche Erkrankungen

Infektionskrankheiten, Fieber

Karzinomen

lokale Ekzemen

frische Verletzungen

Viele  können sich eine Segment-Therapie nicht vorstellen -  noch dazu, wo so wenige Indikationen bzw. Kontraindikationen bekannt sind. Um diesem Defizit abzuhelfen, möchte ich ein paar Beispiele aus meiner Praxis hier niederschreibe.

Beispiel EINS der Segmenttherapie

Eine Dame, ca. 50j, Rückenschmerzen. Arzt verschrieb folgende Therapie: Munari, Massage, Ultaschall (der Klassiker schlechthin), 10 Behandlungen. Nach der 8. (klassischen) Behandlung fragte ich, ob schon irgendeine Veränderung bei den Rückenschmerzen zu spüren sei. Dies wurde resignierend verneint. Ich machte, mit Zustimmung der Patientin, eine Segmentmassage. Mit folgendem Ergebnis: Leberzone war sehr belastet, linke Adnexe ebenfalls. Einige Tage vergingen und meine (damalige) Therapie-Chefin kam in die Abteilung gestürmt, in der ich arbeitet. Sie nahm mich zur Seite und begann, zu schimpfen. Ich wusste nicht, was los war und fragte, was der Anlass sei. Sie nannte mir den Namen dieser Patientin und meinte dazu, ich dürfe sowas nicht mehr machen. Lange Rede kurzer Sinn: Die Patientin ging nach meiner Behandlung am nächsten Tag zum Frauenarzt, dieser überwies sie mit sofortiger Wirkung in ein Krankenhaus, da sie einen kindskopfgrossen (!) Tumor auf der linken Adnexe hatte, welcher in die Leber hineindrückte. Fazit: nicht immer sind Rückenschmerzen  einfach so klassisch zu beheben!

Beispiel ZWEI der Segmenttherapie

Eine ca. 30jährige Frau, welche mich kontaktierte, um einen Massagetermin zu bekommen, erzählte mir im Laufe der Behandlugsserie, dass sie es nicht schaffe, Kinder zu bekommen - alle Ärzte scheiterten und wussten nicht, was los war. körperlich, medizinisch, organisch, hormonell, nirgends ein Problem, nirgends ein Anzeichen eines Gebrechens. Also seelische Probleme, war der Weisheit allerletzter Schluss. Eine Segmenttherapie brachte die Lösung.

Die Tuben (Eileiter), so wurde angezeigt, seien belastet.

Ein Besuch bei einem Arzt, welcher diese Vermutung bestätigte (verklebte Tuben), ein weiterer Besuch, welcher dieses Problem beseitigte, fertig. Monate nach dem Besuch bei diesem Gynäkologen war diese Patientin schwanger.

Fazit: Sogar bei solchen Problemen kann Segmenttherapie helfen 🙂

Beispiel DREI der Segmenttherapie

Eine ca. 55jährige Patientin, klassische undefinierte Kreuzschmerzen, vom Arzt überwiesen mit der Diagnose „unspezifische Rückenschmerzen LWS“ kam nach vielen und langwierigen Behandlungen (Infussionen u.v.m.) endlich zu mir.

Nachdem ich aus der Befunderhebung und der Vorgeschichte auch nicht genau wußte, was los sei, führte ich bei der ersten Therapiesitzung eine Segment-Therapie durch.

Ergebnis war ein belasteter Darm.

Sie war sehr erstaunt, da sie das selbe Ergebnis von einem anderen Masseur kannte, wie sie mir „gestand“. Ich empfahl ihr, den Darm untersuchen zu lassen

Einige Tage später telefonierte ich mit ihr. Sie war mittlerweile bei einer Darmspiegelung gewesen, nach dreimaliger Rückfrage ihrerseits während der Untersuchung dem Arzt gegenüber, der nichts erkennen konnte, sah dieser einige Polypen im Darm, welche mit einer Drahtschlinge kurzerhand entfernt wurde. Dieser Arzt feierte sich dann als Retter, da er meinte „gut, dass ich das gesehen habe, sonst wäre da in ein paar Monaten ein Krebs diagnostiziert worden.“

Soviel zur Segment-Therapie und deren Wichtigkeit!