Trend der Entwicklung des bösartigen Melanomes in Österreich 2015 bis 2030

Das internationale Monat zur Aufklärung zum Hautkrebs geht, ohne nennenswert irgnedwo irgendwas öffentlichkeitswirksam gelesen oder gehört zu haben. Einen Aspekt möchte ich trotzdem noch aufzeigen: der Trend der Entwicklung des bösartigen Melanomes in Österreich 2015 bis 2030 laut dem Bericht von Statistik Austria: Das bösartige (maligne) Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die gefährlichste Hautkrebsart. Basaliome und Spinaliome (weißer Hautkrebs) und Melanome anderer Organe als der Haut sind in der Analyse nicht enthalten. Das bösartige Melanom der Haut entwickelt sich schlechter, als aufgrund der demographischen Veränderungen zu erwarten wäre. Sowohl Inzidenz als auch Sterbefälle zei- gen steigende Trends. Derzeit erkranken jährlich rund 12 von 100.000 Menschen an Hautkrebs, etwas mehr Männer als Frauen. Die erwartete Entwicklung führt zu einem stärkeren Anstieg der Inzidenzraten bei den Männern als bei den Frauen. Insgesamt wurden 2009 in Österreich 1.327 bösartige Melanome der Haut diagnostiziert. Im Jahr 2030 werden es gemäß Trendvariante 2.551 sein, ein Plus von 92%. Während bei den Männern die Inzidenz um 139% steigt, nimmt sie bei den Frauen um 45% zu.
Die Zahl der Sterbefälle an bösartigen Melanomen der Haut steigt langfristig um drei Viertel von 313 im Jahr 2009 auf 543 (2030; +74%). Bei den Männern ist der prognostizierte Anstieg mit 89% deutlich höher als bei den Frauen mit 63%.
Nach Bundesländern differenziert sind nicht überall einheitliche Entwicklungen zu sehen. Während die Absolutzahlen der Neuerkrankungen in Wien entgegen dem Bundestrend bis 2030 sinken, sind in Salzburg und Vorarlberg überdurchschnittlich starke Zuwächse zu erwarten. Dies ist mit der unterschiedlichen Meldedisziplin und den daraus resultierenden Vollzähligkeitsunterschieden der Registerdaten zwischen den Bundesländern zu erklären. Bei den Todesfällen an Hautkrebs hatte Wien in der Vergangenheit einen Rückgang zu verzeichnen und künftig dann den schwächsten Anstieg aller Bundesländer. 

 


 

Für den Inhalt verantwortlich:
Priv.-Doz. Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc, Leiterin der Sektion III des BMG MR Dr. Magdalena Arrouas, stv. Leiterin der Sektion III des BMG
Autorinnen und Autoren:
Mag. Dr. Monika HACKL Mag. Alexander HANIKA Mag. Johannes KLOTZ Mag. Barbara LEITNER
Dipl.-Demogr. Nadine ZIELONKE alle: Statistik Austria

Der Selbsthilfeverein Melanom Austria

Der Selbsthilfeverein "Melanom Austria" ist nun  seit 21. Mai 2019 offiziell bei der Behörde angemeldet worden. Nun heisst es also ein wenig (maximal 4 Wochen) warten, bis die Bezirkshauptmannschaft diesen Verein ganz offiziell registriert hat. Geplant wäre, von Seiten des Vereines, dass der erste offizielle Auftritt beim "Patienten-, Patientinnentag" im Juni stattfinden könnte.